Wenn et Trömmelche jeiht

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Der Rosenmontagszug in Köln

Er ist der größte und älteste Karnevalsumzug in Deutschland. Der Rosenmontagszug wird von Kölnern und Kennern nur liebevoll wie anerkennend D’r Zoch genannt. Der Höhepunkt des Kölner Straßenkarnevals zieht jedes Jahr bis zu einer Million Menschen an. Ausgewanderte Kölner (soll es ja auch geben), sowie Touristen kommen in die Stadt und feiern den aufwändig gestalteten langen, bunten Zoch, der sich einmal durch die ganze Innenstadt schlängelt. Rund dreieinhalb Stunden benötigt er dafür. Dabei wird er von Anfang bis Ende gebührend gefeiert.


Gute Organisation und sorgfältige Vorbereitungen - auch bei uns

Bei so einem riesigen Event muss natürlich alles stimmen. Damit ausgelassen und selbstvergessen gefeiert werden kann, braucht es vorab die nötige Weitsicht und Planung. Bereits Monate vorher gibt es zahlreiche Begehungen, Besprechungen, die Wege werden extra präpariert und abgesichert. Sämtliche Organe der Stadt, wie Feuerwehr, Polizei, AWB und KVB sind eingebunden und arbeiten auf Hochtouren für gutes Gelingen. Die Wagenbauer tüfteln leidenschaftlich unter großer Geheimhaltung an ihren Kunstwerken und auch unsere Arbeit nimmt auf dieses wichtige Datum hin zu. Denn nicht nur Kölsch in all seinen Varianten ist an diesem Tag besonders notwendig, Wasser genauso. Wie jeder weiss, verliert der Körper beim Feiern und Tanzen viel Wasser, selbst wenn wir nicht schwitzen. Abhängig vom Körpergewicht können das bis zu 1l pro Stunde sein. Mit unseren handlichen aber edlen PET Flaschen, die von den beiden unverwechselbaren Spitzen geziert werden, kann man sich selbst am Rosenmontag in jedem Fall mit Wasser blicken lassen.


Denn wenn et Trömmelche jeiht

Über dem noch eher gemäßigten aber wuseligen Stimmteppich der vorfreudigen Jecken erklingt plötzlich diese unverkennbare Melodie. Die helle Flöte, Marschtrommel, Becken und jeder weiß sofort Bescheid. Die Köpfe schnellen hoch, Gesichter strahlen auf, als habe Fortuna einen gerade höchstpersönlich geknutscht: Et Trömmelche. Unterdessen einer der wichtigsten Zochmärsche. Wenn der Anfangsakkord des weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Räuber – Klassikers ertönt, gibt es kein Halten mehr und spätestens beim ersten Kölle Alaaf des Stücks brüllt sich ein jeder die Seele aus dem Leib, das ist Liebe pur. Na, auch Gänsehaut bei dieser Vorstellung?!


Als Jeck für den guten Zweck

Der Kölner gilt als weltoffen und traditionsbewusst in einem. Gäste werden im Handumdrehen zum Mitfeiern eingeladen und integriert. Eine der Ur-Ideen, die sich gerade im Straßenkarneval wiederspiegelt ist, dass in dieser Zeit alle gleichgestellt sind, die „Mächtigen“ und die „Niederen“, so heißt es bereits auf einer altbabylonischen Inschrift aus dem 3. Jahrtausend vor Christus, auf der ein karnevalistischer Vorläufer aus Mesopotamien beschrieben wird. Der Rosenmontag in Köln mit seinen Gepflogenheiten blickt ebenso auf eine lange Tradition zurück. So soll es hier bereits zur Zeit Agrippinas Umzüge gegeben haben. Dabei trank man mit den Römern, die in dieser Zeit zu Gast in der Stadt gewesen sind, einen über den Durst. Die Römer zogen dazu Wagen, die aussahen wie Boote quer durch die Stadt, die Vorläufer der heutigen Rosenmontagswagen.

Wir wünschen Euch eine wunderschöne jecke Zeit!