Und schon wieder
kommt der Zoch

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Kölle Alaaf!!! Kamelle und Strüßjer!!! Der größte Rosenmontagszug ganz Deutschlands zieht sich am Höhepunkt des Karnevals mit seinen etwa sieben Kilometern Länge durch die Kölner Innenstadt. Eine beinahe unendlich große Zahl von Teilnehmern zieht mehr als dreieinhalb Stunden als närrischer Lindwurm vom Chlodewigplatz der Südstadt bis hin zur Mohrenstraße. Alle verteilen auf ihrem Weg etwa 300 Tonnen Süßigkeiten, 300.000 Sträuße (Strüßjer) und vieles mehr.

Traditionell wird der Kölner Karneval jährlich am 11.11. um 11 Uhr 11 auf dem Kölner Heumarkt eröffnet. Der eigentliche Straßenkarneval beginnt erst drei Monate später. Während der „Tollen Tage“ von „Weiberfastnacht“, dem Donnerstag vor Rosenmontag bis zum „Veilchendienstag“ finden unzählige Sitzungen, Bälle und Umzüge statt. In Sälen, Gaststätten und Kneipen wird getanzt, gefeiert und gesungen. Während dieser Tage herrscht in Köln absoluter Ausnahmezustand. Behörden und Institutionen sind geschlossen, es regiert ausschließlich Prinz Karneval. Höhepunkt ist der jährliche Rosenmontagszug mit über 10.000 Teilnehmern und etwa 100 Prunk- und Persiflagewagen.


Der Kölner Rosenmontagszug - ein einmaliges Ereignis

Schon seit dem Jahr 1823 wird der Kölner „Zoch“ jedes Jahr veranstaltet und zählt somit zu den ältesten aller deutschen Rosenmontagszüge. Regelmäßig lockt der kilometerlange Korso jährlich mehr als eine Million Zuschauer an. Unzählige kostümierte Gruppen, Reiter, Festwagen, Musikkapellen und Unterstützungsfahrzeuge sorgen für mehr als sechs Kilometer Länge.

Bis vor einigen Jahren, startete der Umzug pünktlich um 11.11 Uhr. Allerdings kann es schon eine Weile dauern, bis der letzte Zugteilnehmer sein Ziel erreicht hat. Aus organisatorischen Gründen wurde die Richtung des Lindwurms vor einigen Jahren umgedreht. Ebenso wurde die Startzeit von 11.11 Uhr auf 10.49 Uhr und somit auf elf Minuten vor Elf vorverlegt, damit die Kamerateams des WDR alle Teilnehmer und besonders den Karnevalsprinzen noch bei Tageslicht filmen können.

Auch versuchen viele Jecken als Zuschauer neben einem Blick auf den Umzug, noch Kamellen und Blumensträuße zu erhaschen. Gesäumt wird der Zug von über einer Million Zuschauer, die sich traditionell mit Kölsch, Frikadellen und Käse ausgestattet, selbst versorgen. Etwa eine Million Zuschauer bestaunen den Lindwurm, der so lang ist, dass die letzte Gruppe noch nicht losgehen konnte, während gleichzeitig die erste Gruppe bereits ihr Ziel erreicht hatte.


Dieses Jahr findet der Rosenmontagszug am 04.03.2019 statt

Er beginnt am Chlodwigplatz und endet in der Mohrenstraße. Die etwa 12.000 Teilnehmer bestehen unter anderem aus 1.200 Mitgliedern von Tanzgruppen und etwa 2.900 Teilnehmern von Fußgruppen. Hinzu kommen zirka 2.100 Musiker, die sich auf 62 Kapellen verteilen, etwa 620 Reiter, Kutscher sowie Pferdebegleiter. Zum Zug gehören 320 Pferde und etwa 2.800 Helfer. Der Lindwurm besteht dieses Jahr als 26 Persiflagewagen, 62 Festwagen, 42 Kutschen und 75 Bagagewagen. Verteilt werden etwa 300 Tonnen Süßigkeiten, 700.000 Schokoladentafeln sowie 220.000 Schachteln Pralinen. Nicht zu vergessen sind die etwa 300.000 Strüßjer.

Auch 2019 wird der „Zoch“, wie er liebevoll von den Kölnern genannt wird, nach dem Motto „Uns Sproch es Heimat“ durch die Stadt ziehen. Viele phantasievoll gestaltete Wagen werden aktuelle Ereignisse aus Politik und Gesellschaft aufgreifen. Unter den Teilnehmern werden sich wie jedes Jahr viele Prominente wie Stefan Raab, Lukas Podolski oder Heidi Klum einreihen. Allerdings wird eine Liste der Promis erst kurz vorher bekannt gegeben.

Traditionell werden auch in diesem Jahr die Blauen Funken den Rosenmontagszug anführen. Beendet wird der Zug vom Kölner Dreigestirn. Zuerst kommt der Wagen mit Bauer und Jungfrau, begleitet von der Kölner Ehrengarde. Auf dem letzten Wagen des Zuges fährt der Prinz, der von der Prinzengarde Köln begleitet wird. Mittelpunkt des Kölner Umzuges ist der Wagen des Präsidenten des Festkomitees des Kölner Karnevals.